Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse?


Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse?

Wer krank wird, möchte gerne wissen, welche Leistungen seine Krankenkasse übernimmt. Wir zeigen auf, was mit der Grundversicherung abgedeckt ist und wofür Sie eine Zusatzversicherung benötigen.

Grundversicherung

Das Ziel der obligatorischen Grundversicherung besteht im bezahlbaren Zugang zu einer guten medizinischen Leistung. Da aus Kostengründen nicht alle Behandlungskosten übernommen werden können, gibt es einen Leistungskatalog, welcher im Folgenden auszugsweise vorgestellt wird. Eine umfassendere Liste stellt das BAG zur Verfügung. (https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/kuv-aufsicht/krankenversicherung/sie-fragen-wir-antworten-oblig-kv.pdf.download.pdf/broschuere-sie-fragen-wir-antworten-d.pdf)

Arzt

Die obligatorische Krankenversicherung bezahlt grundsätzlich alle ärztlichen Behandlungen, Untersuchungen sowie von diesen angeordneten Leistungen, wobei der Arzt den Patienten jeweils über die Übernahme der Kosten zu informieren hat. Zu diesen Leistungen zählen bspw. die SPITEX, das Pflegeheim, die Ernährungsberatung, Diabetesberatung, Logopädie oder Ergotherapie.

Komplementärmedizin

Ärzte, welche über eine anerkannte Weiterbildung in Akupunktur, anthroposophischer Medizin, Arzneimitteltherapie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), ärztlicher klassischer Homöopathie sowie Phytotherapie verfügen, können solche komplementärmedizinische Behandlungen erbringen. Diese werden dann von der Krankenkasse übernommen.

Spital

Jeder Kanton führt eine Liste an Spitälern, bei welchem eine freiwillige Behandlung kostendeckend möglich ist. Wer jedoch eine Behandlung aus medizinischen Gründen (bspw. Notfall) benötigt, kann dies auch kostendeckend an einem Spital durchführen, welches nicht auf der kantonalen Liste steht. Allfällige Kosten für eine Halbprivat- oder Privat-Abteilung gehen zu Lasten des Patienten, aber kann durch eine allfällige Zusatzversicherung übernommen werden.

Medikamente

Sämtliche 2'500 kassenpflichtigen Medikamente, welche von einem Arzt verschrieben werden, werden von der Krankenkasse vergütet. Dies gilt ebenfalls für die Abgabe von Generika, falls nicht ausdrücklich Originalmedikamente verschrieben wurden.

Präventionsmassnahmen

Zu den Präventionsmassnahmen, welche von der obligatorischen Grundversicherung gedeckt sind, gehören folgende Massnahmen:

  • Verschiedene Impfungen, wie bspw. gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus-Influenzae Typ B, Windpocken sowie Masern, Mumps und Röteln
  • 8 Untersuchungen von Vorschulkindern zur Kontrolle des Gesundheitszustandes
  • Gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen (alle drei Jahre, falls ohne Befund)
  • Screening-Mammographie zur Erkennung von Brustkrebs alle zwei Jahre für Frauen ab 50 Jahren, falls der Kanton dies so vorsieht, sowie digitale Mammografie, bei erhöhtem Risiko
  • Vorsorgeuntersuchungen zu Dickdarmkrebs zwischen 50 und 69 Jahren

Mutterschaft

Die obligatorische Krankenversicherung übernimmt die Kosten für sieben Routineuntersuchungen, zwei Ultraschalluntersuchungen (mehr, falls Risikoschwangerschaft) sowie Ersttrimestertest. Die Kosten für einen Trisomie-Test werden hingegen nur bei erhöhtem Risiko übernommen, welches im Ersttrimestertest festgestellt wird.

Kurse zur Geburtsvorbereitung werden mit 150 Franken vergütet. Die eigentlichen Geburtskosten werden hingegen vollumfänglich übernommen, genauso wie eine Nachkontrolle und drei Stillberatungen. Die Spitalkosten für das Neugeborene gehen bei gesunden Neugeborenen zu Lasten der Versicherung der Mutter ohne Kostenbeteiligung. Wird das Neugeborene hingegen krank, besteht eine Kostenbeteiligungspflicht seitens der Mutter.

Weitere Leistungen

Die Kosten für eine Physiotherapie werden nur übernommen, wenn sie ärztlich verordnet werden und nicht mehr als neun Sitzungen umfassen. Die Behandlung durch Chiropraktiker benötigt hingegen keine ärztliche Vergütung.

Brillen und Kontaktlinsen, welche Ärzte an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren verordnen, werden jährlich bis zu 180 Franken von der Krankenkasse vergütet. Eine weitergehende Vergütung benötigt eine entsprechende Zusatzversicherung.

Hilfsmittel und Apparate werden bis zu einem bestimmten Höchstbetrag übernommen. Zahnbehandlungen hingegen nur, wenn erschwerte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu zählen eine schwere Erkrankung des Kausystems oder fehlende Versicherung im Falle eines Unfalls. Kosten für die Behandlung von Karies oder die Korrektur von Zahnstellungen werden jedoch nicht übernommen.

Zusatzversicherungen

Wer von einem weitergehenden Versicherungsschutz profitieren will, muss sich bei den Krankenkassen erkundigen, welche Zusatzversicherungen diese anbieten und mittels Offertenvergleich feststellen, welches die günstigste Variante ist.

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