Gerichtsverhandlung – mit diesen Kosten können Sie rechnen


Gerichtsverhandlung – mit diesen Kosten können Sie rechnen

Sie wollen Ihren rechtlichen Anspruch durchsetzen und dafür vor Gericht gehen? Wir zeigen Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen können.

Anwaltskosten

Anwälte sind verpflichtet, den Stundensatz gleich von Beginn weg zu nennen, wobei dieser je nach Streitwert und Komplexität variieren kann. Im Regelfall beginnen die Stundensätze dabei mit 180 bis 250 Franken, wobei noch die Spesen für den administrativen Aufwand (ca. 3-4%) hinzukommen. Je nach Fall können auch Spesenpauschalen sowie ein Kostendach vereinbart werden. Als Klient darf man zudem jederzeit den aktuellen Stand der aufgelaufenen Kosten verlangen.

Der Rechtsanwalt wird dem Klienten dabei jede Tätigkeit in Rechnung stellen, sei es das Verfassen von Rechtsschriften, das Aktenstudium und selbst die Telefonate mit ihm. Dies ist zwar nie günstig, jedoch gerechtfertigt, da dies alles mit Arbeit verbunden ist.

Wer beschliesst, einen Rechtsanwalt zur Unterstützung beizuziehen, muss dessen Kosten zumindest vorschiessen. Entschliesst das Gericht anschliessend zu Ihren Gunsten, so muss die Gegenpartei u.a. die Kosten für Ihren Anwalt übernehmen, jedoch nur im Umfang der kantonalen Honorarsätze, welche sich nach dem Interessenwert des Falles orientiert. Wer also einen Rechtsanwalt für 500 Franken pro Stunde engagiert, wird zumindest auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben. Wer den Fall verliert, muss nebst den eigenen Anwaltskosten zudem die Kosten des gegnerischen Anwalts übernehmen.

Wer sich einen eigenen Anwalt jedoch nicht leisten kann, der kann unter Umständen die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters verlangen.

Gerichtskosten

Zu den Gerichtskosten gehören die Gebühren, welche die Tätigkeit des Gerichts entschädigen soll, sowie die Auslagen, welche im Rahmen der Prozessführung anfallen. Zu Letzteren gehören u.a. die Zeugen- und Dolmetscherlöhne sowie die Kosten für die Erstellung eines Gutachtens.

Die unterliegende Partei muss diese Gerichtskosten bezahlen, wobei sich die Gebühren nach dem Streitwert des Falles richten. Damit das Gericht im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der unterliegenden Partei nicht auf ihren Kosten sitzen bleibt, muss die klagende Partei einen Gerichtskostenvorschuss leisten. Ohne diese, tritt das Gericht nicht auf die Klage ein. Wer jedoch nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, kann ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen. Dieses wird gewährt, wenn die erforderlichen Mittel nicht ausreichen und der Fall nicht als aussichtslos erscheint, bzw. der Kläger den Fall auch mit eigenen Mitteln einreichen würde, sofern er ihn denn bezahlen könnte.

Je nach Verfahrensart und betroffener Materie kommen dabei unterschiedliche kantonale Gebührentarife zur Anwendung. Die Kosten fallen zudem für jede Instanz an.

Eingeklagter Schaden

Wer vor Gericht verliert, kann je nach Fall zur Leistung einer Geldsumme an die Gegenpartei verpflichtet werden, welche zudem rückwirkend seit Entstehung des Rechtsanspruchs zu verzinsen ist.

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